13.09.2019 – 17.11.2019
GORE I DOLE

 

In den nächsten Wochen geht es drunter und drüber in der Galerie der Schlumper.

Unter dem Motto „Gore I Dole“ (eine Serbokroatische Redewendung, die im Deutschen „drunter und drüber“ ihre Entsprechung findet) werden Arbeiten von vier KünstlerInnen präsentiert.
Magid Ajjane und Mawuena Ahadzie gehören der Arbeitsgemeinschaft der Schlumper an, als Gäste sind die renommierten Hamburger Künstler Marc Lüders und Dragan Prgomelja an der Ausstellung beteiligt.

Bei den Bildern handelt es sich im engsten und weitesten Sinne um Übermalungen. Die Übermalung, mittlerweile ein eigenes Genre in der Kunst, erscheint hier nicht als Korrektur oder restaurativer Eingriff, auch nicht als destruktiver Akt, sondern zeigt sich als wirkungsvolle Ausdrucksmöglichkeit. Bereits Vorhandenes erhält hierbei einen anderen Charakter, bekommt mitunter eine völlig neue Bedeutung. Buchstäblich werden verschiedene Ebenen deutlich gemacht, das Darunter, das Darüber,das Vorher und das Nachher.

Inhaltlich, stilistisch, von der Technik und vom Material her arbeiten die vier Künstler sehr unterschiedlich. Die Bilder der Ausstellung haben aber alle etwas gemeinsam: Sie machen neugierig auf das Darunter. Das Deckende und das Verdeckte fordern gleichermaßen zum differenzierten Betrachten heraus.

 

Eröffnung: Donnerstag, 12.09.2019, 19.00 Uhr

Mit einer Einführung von Dagmar Detlefsen (Kunsthistorikerin).

 

Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 –19 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr, So. 14 – 17 Uhr 

 

 

Galerie der Schlumper

Marktstrasse 131

20357 Hamburg

Ausstellungshinweis:


21.06.2019 – 20.10.2019

BLOEDTEST

 

Wie wird unsere Gesellschaft aussehen? Wird sie gesünder, perfekter, oder sogar makelloser? Aufgrund des medizinischen Fortschritts erscheint dies nicht mehr utopisch. Immer mehr Krankheiten können behandelt werden, Gene können angepasst werden, alles scheint kontrollierbar. Nun, da wir eine Vorstellung davon haben, wie die Gesellschaft in Zukunft aussehen könnte, bleibt die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.
Wit.h und Dr. Guislain Museum brachten bildende und darstellende Künstler zusammen, die sich fragen, ob wir wirklich alles wissen wollen, was uns die Wissenschaft sagen kann, denn mit mehr Freiheit kommt mehr Verantwortung. Und wie frei werden wir eigentlich sein, wenn wir diese Entscheidungen treffen?
Blood Test ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine Walking Opera, ein Gesamkunstwerk, in dem Musik, bildende Kunst und Theater verschmelzen. Es ist ein Spaziergang neben Briefen, Grabsteinen und durch ein akustisches Labyrinth, wo Sie Halbfiguren, ausgestorbene Tiere und einen ganz außergewöhnlichen Riesen treffen.

Rohullah Kazimi aus dem Atelier der Schlumper ist an dieser Ausstellung beteiligt.

 

Museum Dr. GuislainJozef Guislainstraat 43B-9000 GentBelgienwww.museumdrguislain.be

14.06.2019 – 01.09.2019
VISIONÄRE ROHBAUTEN

EINE AUSSTELLUNG IM RAHMEN DES HAMBURGER ARCHITEKTURSOMMERS

 

Die Galerie der Schlumper widmet sich in dieser Ausstellung dem Thema Architektur. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern*innen der Ateliergemeinschaft „Die Schlumper“ und von verschiedenen Gästen.
„Die Schlumper“ sind eine 1980 von dem Hamburger Künstler Rolf Laute gegründete Ateliergemeinschaft, deren Atelier sich seit 1998 in den Räumen der Alten Rinderschlachthalle in Hamburg St. Pauli befindet. Der Name „Die Schlumper“ geht auf die Straße „Beim Schlump“ zurück, in der sich das erste Atelier der Künstler befand.
Die Künstler*innen mit unterschiedlichen Behinderungen und individuellen Positionen haben einen eigenen Stil und eigene Themen. Einige der Künstler*innen befassen sich thematisch mit visionären Rohbauten, mit Häusern, mit U-Bahn-Stationen oder Wohneinrichtungen.
In den letzten Jahren entstanden Malereien, Zeichnungen, Collagen und Objekte, in denen die Visionen der Künstler*innen Gestalt angenommen haben und welche nun in dieser Ausstellung zusammengetragen werden.
Möchte man die Arbeiten der Schlumper einer Kunstgattung zuordnen, könnten sie zur sogenannten „Art Brut“ gezählt werden, zur originären, rohen Kunst. Die künstlerische Einzigartigkeit der Schlumper und ihrer Bilder und Objekte zur Architektur lassen sich als „Anarchitektur“ bezeichnen, als anarchische, ursprüngliche Kunstwerke.

 

An der Ausstellung sind beteiligt:
Daniel Behrendt, Stefanie Bubert, Johannes Dechau, Katharina Ellrich, Michael Gerdsmann, Martin Gertler, Grumbowski, Rudi Helbig, Karl-Ulrich Iden, Rohullah Kazimi, Benjamin Langner, Michael Mehldau, Dominik Nichtern, Hugo Rothenhäusler, Steve Schneider, Marianne Wendland, Klara Zwick, u.a.

 

Eröffnung: Donnerstag, 13.06.2019, 19.00 Uhr

 

Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 –19 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr, So. 14 – 17 Uhr 

 

 

Galerie der Schlumper

Marktstrasse 131

20357 Hamburg

 

 

31.03.2019 – 04.08.2019

GEWÄCHSE DER SEELE – Pflanzenfantasien zwischen Symbolismus und Outsider Art

 

Im Mittelpunkt des interdisziplinären und inklusiven Kooperationsprojekts Gewächse der Seele steht die Bedeutung der Pflanze als künstlerische Ausdrucksform seelischer Zustände. Mit Ausstellungen, Installationen sowie Performance-, Tanz- und Theaterproduktionen thematisieren das Wilhelm-Hack-Museum (Ludwigshafen), die Sammlung Prinzhorn (Heidelberg), zeitraumexit (Mannheim), die Galerie Alte Turnhalle (Bad Dürkheim) und das Museum Haus Cajeth (Heidelberg) die „Gewächse der Seele“  in der Outsider Art und stellen sie unter verschiedenen Gesichtspunkten dar.
Die Galerie Alte Turnhalle der Lebenshilfe Bad Dürkheim hat immer wieder auch internationale Zeichnungsausstellungen präsentiert. Es war also naheliegend für „Gewächse der Seele“ die zeitgenössischen Zeichnungen in den Fokus zu nehmen. Wir zeigen eine Fülle von Werken aus Ateliers aus Deutschland, Holland, Finnland, Schottland, Italien und Belgien, die in ihrer Vielfalt begeistern.
Nicole Schmuhl aus dem Atelier der Schlumper zeigt hier großformatige Papierschnitte.

Galerie Alte Turnhalle


Dr.-Kaufmann-Straße

4
67098 Bad Dürkheim


Öffnungszeiten:


So. 14.00–18.00 Uhr


oder nach VereinbarungEintritt freibarrierefrei


12.04.2019 – 02.06.2019
HORST WÄßLE

Horst Wäßle wurde 1954 in Hamburg geboren, er gehört zu den Künstlern, die bereits die Anfangszeiten der Ateliergemeinschaft „Die Schlumper“ in den 1980er Jahren aktiv mit gestaltet und geprägt haben.
Als den Schlumpern im Jahr 1993 der Sprung in die behördliche Anerkennung gelang, war Horst Wäßle einer der Ersten, die einen festen Arbeitsplatz als Künstler in der Ateliergemeinschaft der Schlumper eingenommen haben.
In seiner Malerei hat Horst Wäßle einen eigenen, äußerst prägnanten Stil entwickelt. Als Maler geht er sehr spontan vor, er malt, was ihm ins Blickfeld kommt und im Augenblick beeindruckt. Seine Bilder zeigen meist einzelne Figuren - Mensch oder Tier, auch Personengruppen, die er in banalen, aus dem Leben gegriffenen Alltagssituationen zeigt. Abstrakt zu malen liegt ihm fern, obgleich seine Figuren einen hohen Abstraktionsgrad aufweisen. Proportionen bleiben außer Acht und anatomische Details werden stark vereinfacht dargestellt. Seine Figuren sind letztendlich geprägt durch eine stereotype Formgebung. Trotz der starken Verfremdung gelingt ihm eine eindeutige Zuordnung zur abgebildeten Person durch das Hervorheben prägnanter Merkmale oder individueller Erscheinungsformen, beispielsweise die Kleidung betreffend.
Horst Wäßle hat sich an einer Vielfalt von Ausstellungen auch weit über Hamburgs und Deutschlands Grenzen hinaus beteiligt. Neben der eigenständigen Ausführung verschiedener Wandgestaltungen hat er an vielen Kunstwerken im öffentlichen Raum mitgewirkt. Auch ist er maßgeblich beteiligt an der gemeinsamen gestalterischen Tätigkeit mit den Kindern in der Schule der Schlumper.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Eröffnung: Donnerstag, 11.04.2019, 19.00 Uhr

 

Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 –19 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr, So. 14 – 17 Uhr 

Am 1. Mai bleibt die Galerie geschlossen!

 

Galerie der Schlumper

Marktstrasse 131

20357 Hamburg

08.02.2019 – 31.03.2019
ROLLENBILDER

Eröffnung: Donnerstag, 07.02.2019, 19.00 Uhr

 

Meist verbindet man mit dem Begriff Rollenbild ein Klischee, bzw. ein tradiertes Bild gesellschaftlich zugeschriebener Rollen. In den Köpfen entstehen z.B. „Frauen- oder Männerbilder“, so auch in dieser Ausstellung. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit dem Thema in eine Rolle zu schlüpfen, wie zum Beispiel die Rollen der Superhelden bei Rohullah Kazimi, oder die Rolle des großen Künstlerstars bei Christian Holtmann aus Bremen.
Doch nimmt man es etwas wörtlicher, kann auch etwas ins Rollen kommen und es kommen Räder ins Spiel.
Mit diesem erweiterten Begriffsverständnis lädt die Ausstellung den Betrachter ein, sich von den unterschiedlichsten Assoziationen überraschen zu lassen.

Unter dem Titel ROLLENBILDER zeigt die Galerie der Schlumper in einer Gruppenausstellung Arbeiten von Künstlern des Ateliers der Schlumper, der Kunstwerkstatt 18 des Forensischen Therapiezentrums in Ochsenzoll und weiteren Gästen aus Hamburg und Bremen.


An der Ausstellung beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Claudia Apel, Johannes Dechau, Ulla Dietrichsen, Katharina Ellrich, Daniela Grewe, Christian Holtmann, Miriam Hosner, Rohullah Kazimi, Bernhard Krebs, Dominika Pawlowski, Horst Wäßle, Künstler der Kunstwerkstatt 18, u.a.

Öffnungszeiten:

Mi. – Fr. 16 –19 Uhr

Sa. 11 – 17 Uhr

So. 14 – 17 Uhr 

 

Galerie der Schlumper

Marktstrasse 131

20357 Hamburg