WIE MAN SICH BETTET
Eröffnung: Donnerstag, 28.11.2019, 19.00 Uhr
In der Kunst sind die Dinge selten das, was wir zu sehen glauben. Und so ist in dieser Ausstellung ein Bett nicht einfach nur ein Bett.
Ein Bett ist weit mehr als ein Möbelstück zum Schlafen. Es kann Sehnsuchtsort, Krankenlager, Arbeitsplatz, Schutzzone, Lebensmittelpunkt sowie der erste und der letzte Platz im Leben sein. Ein Bett kann komfortabel oder spartanisch sein, nach ergonomischen Gesichtspunkten designed oder aus dem nackten Fußboden bestehen. Es kann im Stroh, im Sand, aus schweren Fellen oder dünnen Matten errichtet sein. Und es kann seinen Zweck als Feldbett, Luftmatratze oder Hängematte ebenso erfüllen wie ein Prunk- oder Paradebett.
Von jeher kommt dem Ort des Schlafens eine ganz besondere Bedeutung zu. Circa ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch schlafend, in einem rätselhaften Zustand des Kontrollverlustes über Körper und Geist. Wir kennen den Winterschlaf, den Mittagsschlaf, den Schönheitsschlaf, den Schlaf der Gerechten und den Beischlaf. Wir haben vom berüchtigten Sekundenschlaf und dem Phänomen des Schlafwandelns gehört. Wir fürchten Schlafes Bruder und die Schlaflosigkeit, wir ärgern uns über Schlafmützen und freuen uns über erholsamen Tiefschlaf.
In der Kunst- und Kulturgeschichte ist das Thema mit seinen sozialpolitischen, symbolischen, aber auch mystischen Aspekten schon immer ausgesprochen beliebt gewesen. Über alle Epochen und Kulturen hinweg setzt und setzte man sich mit dem Themenkomplex des Schlafes auseinander. Unzählige erotische Darstellungen, doch auch Szenen am Sterbebett oder Porträts von Schlafenden befinden sich in den Museen auf der ganzen Welt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Arbeiten der Surrealisten interessant. Die Welt der Träume, ihre Geheimnisse und ihr Zauber üben bis heute eine starke Faszination auf Wissenschaftler und Künstler aus.
Ein Dreamteam von Künstlern hat sich für die Galerie der Schlumper mit der Welt rund um den Schlaf beschäftigt. Vier Künstler von den Schlumpern: Stefanie Bubert, Miriam Hosner, Rohulla Kazimi und Horst Wäßle, sowie fünf Gastkünstler: Julia Maiquez Esterlich, Franziska Opel, Robin Hinsch, S. Abdellatif und Stefan Marx. Ihre Gemälde, Objekte, Fotografien und Installationen zu einem buchstäblich traumhaften Thema können bis zum 26. Januar ausgiebig bewundert werden.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Julia Maiquez Esterlich.
Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 –19 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr, So. 14 – 17 Uhr
Am 25.+ 26.12.2019 und am 01.01.2020 bleibt die Galerie geschlossen!
Galerie der Schlumper
Marktstrasse 131
20357 Hamburg